Leitartikel:
Menschenbeben – Erdenbeben – unfassbare Gewalten
Von Siegfried Woitinas
Kosmische Kräfte und Erdenkräfte erschüttern immer wieder
den Lebensorganismus der Erde. Kosmische Kräfte sind es aber
auch, welche die vielfältigen Gestaltungen in den Naturreichen
der Erde wie auch die Gestalt des Menschen hervorgebracht
und auch durch Jahrmillionen daran mitgebaut haben. Sie
haben auch das menschliche Denkorgan, unser Gehirn, gebildet,
indem sich die Naturgesetze in Form unserer Gedanken
spiegeln, und welches uns auch unsere Gefühle und unseren
freien Willen bewusst macht.
Diese Kräfte wandeln in großen Zeitepochen sowohl die Gestalt der Erde ebenso wie sie die Evolution des menschlichen Bewusstseins in immer neuen Schüben vorantreiben. Denn die Entwicklung der Erde, wie auch die des Menschen, ist keineswegs zu Ende!
Das Wissen um diesen unsichtbaren Kräftezusammenhang zwischen Kosmos, Erde und Mensch ist uns jedoch verlorengegangen – die Menschen vergangener Kulturen haben von ihrem Zusammenhang mit den unsichtbaren kosmischen Kräften und denen der Erde nicht nur gewusst, sondern das sogar geistig geschaut.
Aber wir stehen heute an einem einschneidenden Wendepunkt, den wir als einen Paradigmenwechsel bezeichnen müssen. Immer mehr Menschen gewinnen dieses »schauende Bewusstsein« für die scheinbar unsichtbaren Kräftewelten zurück. Das Neue ist dabei, sie behalten das denkende Selbstbe wusstsein bei, durchdringen damit ihre geistigen Erfahrungen und schaffen bewusste Verbindungen zwischen den sichtbaren und unsichtbaren Weltdimensionen.
So macht sich in allen Kulturen der Welt der einzelne Mensch mit seinem wachsenden Ich-Bewusstsein und seiner sozialen Mitentscheidungskraft immer stärker geltend. – »Menschenbeben« nannte das der Zukunftsforscher Robert Jungk vorausschauend schon im letzten Jahrhundert.
Doch welche tieferen Kräfte leben in den Aufbruchsbewegungen gegen menschenverachtende Herrschaftsstrukturen? Was impulsiert Menschen mit einer unerwarteten Heftigkeit zu ihrem Aufbegehren? Sind das nur aufgestaute Spannungen, die sich zwischen Arm und Reich, zwischen Ohnmächtigen und Mächtigen, zwischen »denen da unten und denen da oben« wie soziale Gewitter entladen?
Weitere Leitartikel:
Das "Entscheidende" (9–12/2011)
"Menschenbeben – Erdenbeben – unfassbare Gewalten" (5–8/2011)
"Mittendrin" (1–4/2011)
"Gehirn, Bewusstsein und Geist" (1–12/2010)
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Machtwechsel? (4–8/2009)
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All das dringt zunächst nicht in unser Oberbewusstsein. Es sei denn die Erde bewegt sich wieder einmal in immer kürzeren Abständen und übersteigt die menschliche Vorstellungskraft mit unberechenbarer Heftigkeit. – Immer genauer werden zwar die physikalischen Ursachen erforscht. Spannungen haben sich zwischen den Erdplatten aufgebaut. Die Erde bebt und wirft alles mit hohem Aufwand Geschaffene und für sicher gehaltene mit einer unfassbar gewaltigen Welle über den Haufen. Ein unvorstellbares Erdenbeben. – Dass Atomtechnik menschlich beherrschbar sei, ist nur die Spitze des menschlichen Größenwahns! Das lehrt uns die Katastrophe. Doch welche Rolle spielt die Verwendung der Atomenergie überhaupt in den ganzen Lebensprozessen der Erde?
Das Zusammenspiel von Erde, Wasser und anderen physikalischen Kräften wie der Atomkraft, entzieht sich der vorausschauenden Berechenbarkeit durch den Menschen. Auch die größeren Auswirkungen bis in die sozialen Weltzusammenhänge werden erst langsam für uns alle erlebbar werden. Nichts bleibt in unserer global vernetzten Welt auf einen Ort beschränkt und kann in seiner Problematik auch nicht mehr nur lokal gelöst werden.
Zwingt hier die fortschreitende Evolution die Menschheit zu einem unaufhaltsamen sozialen Fortschritt eines globalen Denkens, welches auch die Kräfte der Natur mit einbezieht? Besteht zwischen den Naturereignissen und plötzlich aufbrechenden Volksaufständen, sowie sprunghaften Bewusstseinsveränderungen – auch wenn sie zunächst nur sehr individuell auftreten – ein energetisch-geistiger Zusammenhang?
Könnte sich durch die kosmisch-irdische Konstellation des Jahres 2012 allmählich eine Art globale »Sturzwelle« aufbauen, die uns zur Besinnung ruft, wobei die schon eingetretenen Ereignisse erst der Anfang sind? In diesen Herausforderungen liegen aber auch große Chancen, Verhaltensweisen zu entwickeln, zu denen wir uns bis jetzt freiwillig nicht durchgerungen haben! – Die große Frage des Zeitgeistes ist nach wie vor: »Was werden wir damit machen?«
Siegfried Woitinas